Diesmal führte uns die Route über neue Wege, weg vom bekannten Pflaster, rauf auf einen Weinberg mit verheißungsvollem Ausblick über die Stadt. Was uns erwartete: dichter Nebel, soweit das Auge reichte. Und das war nicht weit. Die goldene Stadt? Irgendwo da drin, versteckt hinter einer weißen Wand. Und trotzdem – oder vielleicht genau deswegen – war es wunderschön. Irgendwas Atmosphärisches hat dieser Nebel, das man nicht plant und nicht kaufen kann.
Auf dem Programm stand außerdem: Schlittschuhlaufen. Zumindest in der Theorie. Die Praxis ließ sich davon wenig beeindrucken – mehrere Versuche, kein nennenswerter Erfolg, dafür umso mehr Lacher. Was hingegen einwandfrei funktionierte: eine ausgewachsene Schneeballschlacht. Unangekündigt, konsequent, und mit vollem Einsatz auf allen Seiten.






Den Rest erledigte das Essen. Gut war es. Sehr gut sogar. Und die Stimmung? Die hatte sich den ganzen Tag über gehalten – durch Nebel, Schnee und gescheiterte Eislauffantasien. Prag, du weißt, was du tust.



Kurz nach Einbruch der Nacht rollte der Zug zurück in Dresden ein. Müde Beine, volle Bäuche, gerötete Wangen – und Gesichter, die noch immer grinsten. Prag hat das so an sich: Man fährt hin und kommt irgendwie größer wieder zurück. Bis nächstes Jahr!